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10Feb/150

Wenn essen suechtig macht

Oft ist es schwierig, den Frauen und Männern anzusehen, dass sie unter einer Essstörung leiden. Ueber das übermässige, unkontrolliere Essen, Bulimie genannt, das oft mit Erbrechen einhergeht, spricht man nicht gerne. Selbst unter Freunden meidet man dieses Thema nur allzu oft. Bei Magersüchtigen, die nur noch aus Haut und Knochen bestehen, drängt sich der Gedanke an eine Essstörung schnell auf; Bulimiker aber werden nicht unbedingt dünner. Sie können ihre Probleme gut verstecken – die mit dem Essen und die mit dem Leben. Daher ist ihre Zahl nirgends erfasst; ein bis vier Prozent der Bevölkerung sollen es sein, überwiegend Frauen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren. Während die Magersucht eine typische Pubertätskrankheit ist, ein Kampf gegen den weiblicher werdenden Körper, tritt die Bulimie später auf, oft als Folge. Bulimiker wollen nicht androgyn aussehen, sondern schlank. Deshalb haben auch immer mehr Männer diese Essstörung.

"Die Angst, fett zu werden, hatte ich schon mit zwölf. Ein paar Jahre später fing ich an, mein Essen zu kontrollieren. Zuerst habe ich die Butter weggelassen, dann das Dessert, dann immer mehr. Ich habe mir meine eigene Diät kreiert aus allem, was ich irgendwo aufgeschnappt hatte: unter 1000 Kalorien bleiben, kein Fett, keine Kohlenhydrate. Am Ende war alles verboten..."

In der Selbsthilfegruppe kann Erleichterung erlebt werden. Da sitzen die Experten untereinander und können sich ohne  "wenn und aber", und "du hättest", oder "weshalb hast du nicht", austauschen und sich gegenseitig helfen. Wagen Sie diesen Schritt und wagen Sie, sich einzugestehen: Ich bin nicht alleine!

 

Ihre Christina Casanova

P.S. Die Selbsthilfegruppe ist in der Selbsthilfe Graubünden in Planung:-)

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