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25Mai/150

Persönlichkeitsentwicklung

Sexueller Missbrauch setzt ein Kind nicht nur traumatischen Erfahrungen aus, sondern das Kind wird auch in seinem Vertrauen zutiefst erschütternt, wenn es entdeckt, dass eine Person, die es liebt und zu der es in einer lebenswichtigen Beziehung steht, es missbraucht und verletzt.

Die grundlegende Missachtung des Willens des missbrauchten Kindes und die (fortgesetzte) Verletzung seiner körperlichen Integrität konfrontieren das Kind mit Gefühlen der Hilflosigkeit und des Ausgeliefertseins. Auch in seinem Selbstvertrauen wird es zutiefst geschädigt, wenn es die Gefühle der Scham, der Schuld und der Wertlosigkeit als dem eigenen Selbst zugehörig verinnerlicht.
Wie die Folgen für die betroffenen Jungen und Mädchen langfristig aussehen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Nicht alle Kinder, die sexuell missbraucht wurden, entwickeln auffällige Symptome.

Nach Einschätzung vieler Experten sind die Schädigungen umso schwerwiegender

  • je größer der Altersunterschied (z.B. Generationenunterschied) zwischen Täter und Opfer ist;
  • je größer die verwandtschaftliche Nähe ist (sexuelle Übergriffe durch Autoritäts- und Vaterfiguren werden als besonders gravierend eingestuft);
  • je länger der Missbrauch andauert;
  • je jünger und weniger weit entwickelt das Kind zu Beginn des Missbrauchs ist;
  • je mehr Gewalt angedroht und angewendet wird;
  • je vollständiger die Geheimhaltung ist;
  • je weniger sonstige schützende Vertrauensbeziehungen, etwa zur Mutter, Geschwistern, Gleichaltrigen oder einer Lehrerin bestehen.

Eine Gewichtung der einzelnen Faktoren lässt sich kaum vornehmen. Fest steht: der sexuelle Missbrauch ist ein häufig traumatisches und damit lebensbestimmendes Ereignis.

Die Selbsthilfegruppe 'sexueller Missbrauch' hat noch Kapazität neue Teilnehmerinnen aufzunehmen. Bitte melden Sie sich: Selbsthilfe Graubünden, telefon 081 353 65 15

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6Mai/150

Selbsthilfe Gruppe ‘sexueller Missbrauch’

Gruppenstart ab Juni 2015 - Dienstag oder Donnestagabend ab 18 Uhr

 

Eine Vergewaltigung ist ein erzwungenes Eindringen mit dem Penis in die Scheide. Das Eindringen in die Scheide mit einem Gegenstand oder Finger, das Eindringen in After oder Mund mit einem Gegenstand, Finger oder Penis wird sexuelle Nötigung genannt und wird juristisch gleich behandelt (siehe Alles, was Recht ist). Umgangssprachlich wird oft bei beiden Delikten von Vergewaltigung gesprochen, auch im Empfinden der Frau ist es dasselbe.

Frauen werden in den meisten Fällen von jemandem vergewaltigt, den sie flüchtig bis sehr gut kennen.

Sexuelle Handlungen können verschieden erzwungen werden. Die neue Bekanntschaft kann sich zum Beispiel als grobe, aggressive Person entpuppen. In Ehe und Partnerschaft kann der Druck sehr subtil sein und Drohungen genügen bereits, damit eine Frau sich nicht wehrt.

Einige Frauen können sich erfolgreich wehren. Dieses Gefühl, handeln und sich schützen zu können, kann den Verarbeitungsprozess enorm erleichtern.

Christina Casanova

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